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Restaurant-Website erstellen lassen: Ablauf, Kosten, Fallen

Eine Restaurant-Website erstellen lassen klingt nach einem Auftrag, den man einmal vergibt und dann vergisst. In Wahrheit entscheiden Sie dabei über Dinge, die Sie jahrelang begleiten: wem die Domain gehört, wer die Karte ändern darf und wie teuer jede kleine Korrektur wird.

Schritt eins: Was soll die Seite leisten

Bevor Sie Angebote einholen, schreiben Sie in drei Sätzen auf, was passieren soll, wenn jemand die Seite öffnet. Reservieren? Die Karte lesen? Einen Gutschein kaufen? Sich für einen Abend entscheiden?

Diese drei Sätze sind Ihr Maßstab. Jedes Angebot, das darauf keine Antwort gibt, sondern nur Funktionen aufzählt, können Sie beiseitelegen.

Schritt zwei: Material ehrlich prüfen

Die meisten Häuser haben Bilder, aber nicht die richtigen. Wer Fotos aus dem Service weiterleitet, verkleinert sie dabei, und auf einer Startseite sieht man das sofort.

Klären Sie vor dem Auftrag, ob das vorhandene Material trägt oder ob fotografiert werden muss. Das ist oft der größte einzelne Posten, und wenn er im Angebot fehlt, kommt er später.

Schritt drei: Den Ablauf verstehen

Ein üblicher Ablauf hat vier Teile: Analyse dessen, was schon da ist, ein Entwurf zum Ansehen, die Umsetzung, die Übergabe. Fragen Sie, wann Sie zum ersten Mal etwas sehen. Wenn die Antwort lautet „nach drei Wochen“, entscheiden Sie zu lange blind.

Ich arbeite umgekehrt: erst analysieren, dann einen Entwurf zeigen, und erst danach über Umsetzung und Preis sprechen. Analyse und Entwurf kosten nichts, damit Sie vorher sehen, worauf Sie sich einlassen.

Schritt vier: Die fünf Fallen

Erstens, die Domain läuft auf die Agentur. Sie muss auf Sie laufen. Fragen Sie danach schriftlich.

Zweitens, jede Änderung kostet. Klären Sie, was Sie selbst ändern können, vor allem Karte, Team und Öffnungszeiten.

Drittens, die Seite ist fertig, aber nicht auffindbar. Fragen Sie, wer Titel, Beschreibungen und den Eintrag im Google-Profil pflegt.

Viertens, laufende Kosten tauchen erst später auf: Hosting, Reservierungssystem, Wartung. Lassen Sie sich die Jahressumme nennen, nicht den Monatspreis.

Fünftens, Rechtliches fehlt. Impressum, Datenschutz und seit Juni 2025 die Barrierefreiheit des Reservierungsteils gehören in den Auftrag.

Und wenn Sie ein Haus mit Stern führen

Dann ändert sich die Reihenfolge. Nicht die Funktionen entscheiden, sondern die Frage, ob die Seite Ihre Küche trifft. Ein Gast, der zwei Stunden Anfahrt in Kauf nimmt, will vorher spüren, wofür.

Alles andere gilt trotzdem: Domain, Pflege, Kosten, Recht. Nur dass ein Haus mit Menü zusätzlich Sprachen, wechselnde Karten und eine sorgfältige Reservierung braucht.

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Hafssa Loukili, Webdesignerin für Häuser mit Michelin-Stern

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