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Die Speisekarte als PDF kostet Sie Gäste

Die meisten Restaurant-Websites verlinken ihre Karte als PDF. Für das Haus ist das bequem, für den Gast auf dem Handy ist es eine Zumutung. Und für Sie ist es teurer, als es aussieht.

Was auf dem Handy wirklich passiert

Ein PDF ist für eine Seite Papier gemacht, nicht für einen Bildschirm von sieben Zentimetern Breite. Der Gast tippt, wartet auf den Download, bekommt eine Ansicht, in der die Schrift zu klein ist, zoomt, verschiebt, verliert die Zeile.

Wer abends auf dem Sofa entscheidet, wo er am Freitag isst, macht das nicht lange mit. Er geht zurück zur Suche, und dort liegt das nächste Haus einen Fingertipp entfernt.

Die Karte ist Ihr wichtigster Text

Für Gäste ist die Karte kein Beiwerk, sondern der Grund, überhaupt auf die Seite zu gehen. Sie wollen wissen, was es gibt, was es kostet und ob es zu diesem Abend passt.

Steht diese Information in einer Datei statt auf der Seite, fehlt sie auch der Suche. Was ein Gast nicht lesen kann, findet er auch nicht, wenn er nach einem Gericht oder einem Menü sucht.

Wie wichtig das ist, zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2024: 53 Prozent der Befragten schauen sich die Speisekarte vorab online an, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 65 Prozent. 69 Prozent erwarten überhaupt einen Internetauftritt mit Fotos.

Der eigentliche Preis: die Karte stimmt nicht mehr

Ein PDF ändert man nicht eben schnell. Es wird gesetzt, exportiert, an die Agentur geschickt, dort hochgeladen. Also ändert man es seltener, als die Küche sich ändert.

Das Ergebnis kennen Sie: Gerichte, die es nicht mehr gibt, Preise von letztem Jahr, ein Menü aus der vorigen Saison. Der Gast merkt das erst am Tisch, und dann ist es unangenehm für beide Seiten.

Was stattdessen funktioniert

Die Karte gehört als Text auf die Seite, gegliedert wie im Haus, in der Sprache der Gäste. Lesbar ohne Zoom, auffindbar über die Suche, teilbar als Link.

Und sie gehört in die Hand Ihres Teams. Wenn der Sous-Chef den Fisch tauscht, muss er das in Minuten selbst ändern können, ohne jemanden zu fragen und ohne Wartezeit.

Das PDF darf gern bleiben, als Zusatz zum Ausdrucken. Nur die erste Antwort auf die Frage „Was gibt es bei Ihnen?“ sollte es nicht sein.

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Quellen

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Hafssa Loukili, Webdesignerin für Häuser mit Michelin-Stern

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